Isle of Man – 2007 – 100 Years of the Isle of Man TT

Isle of Man 2007

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2007 fand auf der Isle of Man in der Irischen See zum 100. Mal die Tourist Trophy statt.

Es ist ein halsbrecherisches Ereignis, welches mir den größten Respekt vor den Akteuren abverlangt.
Wahnsinn, welche Geschwindigkeiten hier auf normalen Landstraßen gefahren werden. Der neue Rekord von Winner John McGuiness lag dieses Jahr bei über 208 Km/h im Schnitt!

Hier ein Kurzbericht über unsere Reise.

Nach Pfingsten machte sich unsere kleine Gruppe auf zur Isle of Man.
Wir sind im Einzelnen: Peter (Moto Guzzi), Olaf (Laverda), Thomas (Ducati), Rainer (BMW), Steffi (Sozia) und ich (Ducati).

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Fähre „Pride of Rotterdam“ nach Hull

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„Lady2“ nach Douglas

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Leider empfing uns die Insel mit Regen. Aber da wir nur noch 20 km nach Glen Maye zu fahren hatten, war das kein großes Problem.
In Glen Maye wurden wir herzlich von Wen und John empfangen. Hier hatten wir ein B&B, welches auf der Insel seinesgleichen sucht!

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Die Lage ist fantastisch. Direkt hinter dem Haus geht es in eine Schlucht, welche uns über Holzstege und Schotterwege bis ans Meer führt. Diesen kleinen Spaziergang unternahmen wir direkt am ersten Tag nach einem leckerem Okells im Pub nebenan.

 

 

 

 

Was für ein Einstand? Der Regen hat aufgehört, wir haben lecker gegessen und unser erstes Manx-Bier getrunken. Sonnenuntergang bei schönstem Wetter, Kiesstrand und eine tolle Truppe!

Am nächsten Morgen fuhren wir über Peel in den Norden der Insel zum Point of Ayre. Tja, so nahe werde ich Schottland dieses Jahr wohl nicht mehr kommen. Sichtweite….

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Anschließend ging es über Douglas zurück nach Glen Maye.
Erlebnis der besonderen Art ist dabei natürlich das Stück Einbahnstraße zwischen Ramsey Hairpin bis Douglas. „No Limits“!!!
Ein fantastisch schönes Stück Landstraße durch die Berge. Hier wird gnadenlos gekachelt. Der Blick in den Rückspiegel wird Standard, ab und an muß man auch mal nach vorne schauen…. 😉

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Olaf auf seiner Laverda

 

Abends war Practice. Alle waren natürlich scharf darauf endlich Racing zu sehen.
So fuhren wir in Richtung Kirk Micheal. Kurz vorher gibt es in Tynwald eine geniale Stelle. Man kann über einen Bauernhof direkt zur Strecke laufen. Eine Böschung trennt die Straße von den Zuschauern. Man kann recht bequem in der Sonne sitzen und ist auf Augenhöhe mit den Fahrern.

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Olaf und Thomas beim Practice

 

Wir hatten keine wirkliche Vorstellung davon, was uns hier erwartet. Dementsprechend waren wir nur noch begeistert, als endlich die ersten über die Kuppe geschossen kamen.
WAHNSINN!

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Man achte auf die schwarzen Striche: Die waren vorher nicht da!

 

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Richtig spektakulär waren dann auch die Sidecars.

Am nächsten Morgen ging es in den Süden der Insel. Nach einer kurzen Pause in Port Erin fuhren wir zu den Steilküsten kurz vor der Vogelschutzinsel Calf of Man.

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Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns, das gute Wetter zu nutzen und mit der „Snaefell Mountain Railway“ von Laxey aus auf den Snaefell zu fahren. Dieses altertümliche Ungetüm würde bei uns garantiert vom TÜV o.ä. stillgelegt. Aber es ist ein tolles Erlebnis. Und der Blick über die ganze Insel vom höchsten Berg war natürlich Weltklasse!

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Laxey-Wheel

Auf dem Weg nach oben kommt man auch am Laxey-Wheel vorbei, das wohl bekannteste Wahrzeichen der Isle of Man.

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Nach einem leckeren Eis im Hafen von Laxey ging es zurück nach Glen Maye.

Das nächste Practice sollte ab 18 Uhr stattfinden. Wir hatten uns als Zuschauerpunkt Ballacraine ausgesucht. Hier an einer Kreuzung dachten wir, einen schönen Anbremspunkt und die Maschinen in entsprechender Geschwindigkeit zu sehen.
Leider weit gefehlt. Die waren so schnell um´s Eck verschwunden, da mußte man schon sehr fix mit der Kamera sein.

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Da das Practice wegen eines Unfalls mit einem Brand als Folge abgebrochen wurde, suchten wir einen neuen Standort. Über einige Umwege kamen wir nach „Laurel Bank“, einem Geschlängel hinter Ballacraine.
Hier konnten wir die Akteure wesentlich länger sehen und das auch noch ziemlich spektakulär.

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Der folgende Samstag sollte der erste Renntag werden. Morgens wurden wir von sehr dunklen Wolken empfangen.
Ziel an diesem Tag sollte „Gooseneck“ sein. Vorteil an dieser Stelle ist die Single Track Road, welche von der Rennstrecke wegführt. So kann man einen Standortwechsel vornehmen und muß nicht das Rennende abwarten.
Auf dem Weg zum Gooseneck wurde es deutlich windiger, Regen- und Nebelschwaden kamen von den Bergen herunter. Da die Hoffnung zuletzt stirbt, stellten wir uns ca. 3 Stunden an die Strecke, erkämpften uns einen wirklich guten Platz.

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Dann kam wegen schlechtem Wetter die Absage der Rennen. Diese wurden auf den folgenden Montag verlegt, wodurch alle folgenden Rennen um einen Tag verschoben wurden. Wir nutzten die rennfreie Zeit, um uns die Ostküste unterhalb von Ramsey anzusehen.
Wunderschöne kleine Sträßchen mit fantastischen Aussichten auf die irische See wechselten sich mit kleinen Dörfern ab.

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Der Sonntag sollte der einzige Regentag in den 11 Tagen bleiben, was ein Glück. Aber dafür auch um so heftiger.
Auf dem Weg nach Castletown zu einem Oldtimertreffen wurden wir richtig nass. Die Sichtweite betrug in den Bergen keine 30 Meter. Das war dann nicht sehr spaßig.

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In Casteltown regnete es Bindfäden. So ganz nachvollziehen konnte ich es nicht, wie man mit diesen tollen Oldtimern im Regen fahren kann. Mir wären die wirklich zu schade.

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Nachdem wir die 30 km durch den Regen dorthin gefahren waren, bekamen wir die Nachricht, daß direkt vor unserem B&B auf dem Parktplatz ein Ducatitreffen stattfand. Das konnten Thomas und ich uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir machten uns auf den Weg zurück und bewunderten direkt vor der Tür jede Menge schöne Moppeds.

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Am Montag Morgen machten wir uns wieder auf den Weg zum Gooseneck. Um 10:30 Uhr sollten die ersten Rennen stattfinden, daher waren wir schon um 9 Uhr vor Ort.
Tatsächlich, es wurde gestartet.

Hier der Gewinner:

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John McGuiness

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Den folgenden Tag verbrachten wir in Ramsey beim Speedday.
Beschleunigungsfahrten über die Quartermile, Stuntshows und wieder einmal ein Oldtimertreffen bei schönstem Sonnenschein

Ramsay wurde komplett von Yamaha eingenommen. Die ganze Stadt war mit Yamaha-Plakaten gepflastert. Die Einheimischen benannten während der TT Ramsey in Yamsey um.

Auf der Quartermile konnte jeder mitfahren. Dementsprechend unterhaltsam war dann auch das Programm.

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Eine Stunttruppe vom Militär führte Kunststücke auf einem Rugbyfeld vor

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Natürlich, so wie jeden Tag irgendwo auf der Insel, ein Oldtimertreffen!

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Eine Flugshow der „Red Arrows“ über Ramsey!

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Die Lap of Honour gibt es jedes Jahr. Heuer die Centenary Parade, die große Geburtstagsparade, mit nicht weniger als 13 Weltmeistern!

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Auch ein Deutscher war dabei: Mario Rubatto!

 

 

 

 

Olaf hat sich gefreut: Eine Laverda!!!

Olaf hat sich gefreut: Eine Laverda!!!

 

Da hat sich Thomas gefreut, schließlich war er mit einer Replika dieser Maschine auf der Insel.

Da hat sich Thomas gefreut, schließlich war er mit einer Replika dieser Maschine auf der Insel.

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Am nächsten Tag war wieder einmal Renntag. Wir wollten den Kurs von aussen anfahren, damit wir zwischendurch einen Standortwechsel vornehmen können.
Der Nachteil des Inselkurses ist die eingeschränkte Bewegungsfreiheit auf der Insel, während der Kurs gesperrt ist. Es gibt Stellen, wie z. B. in Kirk Michael, an denen man nicht aussen vorbei und somit nicht vom Süden in den Norden der Insel kommt. Wenn man sich während der Rennen innerhalb des Kurses befindet, kann man nicht mehr den Standort wechseln.
Dafür mussten wir früh morgens an Kirk Michael vorbei. Kurz hinter Balaugh Bridge fanden wir eine schöne Stelle zum Zuschauen. Das Fotografieren war nicht so einfach, da die Fahrer hier mit ca. 260 oder mehr vorbeigeschossen kamen.

Warten auf´s Rennen.....

Warten auf´s Rennen…..

 Ein Fan seit Jahren... ;-)


Ein Fan seit Jahren… 😉

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Die Fähre von Belfast nach Heysham.

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Von Sulby Bridge ging es in den Norden zu einer Picnic-Area. Der Ausblick dort war sensationell. Direkt neben dem Platz ein wunderschönes Cafe.

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Nach einer Pause machten wir uns auf den Weg zum Snaefell. Wir wollten eine kleine Straße vom Westen aus in die Berge fahren.
Nach einigem Suchen fanden wir eine Single Track Road in die Berge. Dieser folgten wir bis zu dem einzigen Stausee im Norden der Insel.

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Am nächsten Morgen wollten wir nochmals gemütlich über die Insel fahren. Erstes Ziel war Peel Castle. Ein Rundgang um das Castle lohnt sich schon wegen der Ausblicke:

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Sehenswert direkt vor dem Castle ist das Lifeboat, welches von einem „Unterwasserfahrzeug“ ins Meer gefahren wird, bis es aufschwimmt.

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Von dort ging es zum „Grand Stand“, Start-Ziel der Rennstrecke in Douglas. Hinter der Tribüne befindet sich das Fahrerlager, welches ein „wenig“ überlaufen war.

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Den letzten Tag ließen wir gemeinsam ruhig ausklingen, nicht ohne das obligatorische Gruppenfoto mit unseren Gastgebern:

Den letzten Tag ließen wir gemeinsam ruhig ausklingen, nicht ohne das obligatorische Gruppenfoto mit unseren Gastgebern:

 

 

Die große Überraschung kam dann noch am nächsten Morgen um 5 Uhr am Douglas-Port: Unsere gebuchte Fähre gab es nicht und man hatte uns auf die Fähre um 14:45 Uhr umgebucht. Da wir die Anschlußfähre in Hull um 18:30 Uhr bekommen mussten, kam das natürlich nicht in Frage. Die Diskussionen wurden recht heftig geführt, nicht nur von uns. In dem Terminal waren sicher 150 Leute, deren Fähre nicht fuhr.
Die Mitarbeiter von Steam Packet konnten einem fast leid tun, aber das war uns in dieser Situation egal.
Nach langem Hin und Her durften wir endlich auf die Fähre fahren.

In England angekommen hatten wir genug Zeit um über die Landstraße nach Hull zu fahren.

In Holland wurden wir von Regen empfangen. Die 300 km bis Burscheid waren schnell gefahren!

Eis in Blecher als Abschluß einer tollen Tour

Eis in Blecher als Abschluß einer tollen Tour

One Response to Isle of Man – 2007 – 100 Years of the Isle of Man TT

  1. Alex says:

    Ich war dieses Jahr bei der TT dabei. Es war ähnlich grandios, wie Du es hier beschreibst. Dies muss man als Biker mal erlebt haben.

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